Im Gegensatz zu einfachen Arbeitscomputer verfügen Serversysteme über mindestens zwei Netzwerkkarten, eher gleich vier NICs. Ebenso verfügen viele Servercomputer über mehrere IP-Adressen, über die sie aus dem Netzwerk erreichbar sind. Verfügt ein Computersystem über mehrere Netzwerkadressen, so wird dies als „Multihoming" bezeichnet. Interessanterweise nutzt die Branche die Begrifflichkeit für gleich mehrere Variationen:

-          Eine redundante Adresse mit mehreren Interfaces

-          Ein Server mit mehreren Adressen an mehreren Interfaces

-          Mehrere Adressen auf einem Interface

ip-multihoming.png

Redundante Adressen erfordern entweder integrierte „Network Load Balancing"- oder „Bonding"-Dienste auf dem Server oder auf einem davor positionierten Router. Das klingt zunächst einmal komplizierter, als es in der Praxis wirklich ist. Die Herausforderung beim Monitoring besteht nun darin sicherzustellen, dass beide (oder gar noch mehr) redundanten Pfade in der Überwachung sichtbar sind. Die einfachste Form ist die mehrfache Link-Prüfung der redundanten Pfade, während die Erreichbarkeit der Adresse in der Gesamtheit die Überwachung des „Services" darstellt. Wer eine professionellere Überwachung möchte, behält den Durchsatz der Interfaces genauer im Auge.

Mehrere NICs und mehrere Adressen stellen für das Monitoring keine besondere Herausforderung dar, da jeder Pfad für sich betrachtet leicht zu überwachen ist. Typischerweise gibt es eine Management-NIC für den administrativen Zugang, zwei doppelt ausgelegte Interfaces für den Client/Last-Zugriff und ein oder zwei NICs für das Storage-Netzwerk.

Bei mehreren Netzwerkkarten mit unterschiedlichen IP-Adressen sollten Administratoren bei Windows-DNS-Servern etwas aufpassen. In der Grundeinstellung reagiert ein Windows Server auf allen verfügbaren IP-Adressen auf DNS-Anfragen. In Speichernetzwerken ist diese Reaktion des Servers auf DNS-Anfragen unnütz und kostet sogar ein wenig an Leistung. Dies gilt insbesondere in kleinen Umgebungen, in denen iSCSI-Storage-Netzwerke nur mit festen IP-Adressen arbeiten.

Aus diesem Grunde empfiehlt es sich, im Register „Schnittstellen" im DNS-Server unter Microsoft Windows alle nicht gewünschten Interfaces/IP-Adressen auszuschalten. An diese Einstellungen sollte der Administrator insbesondere dann denken, wenn nachträglich eine Netzwerkkarte eingebunden wird - was bei virtuellen Servern mit einem einfachen Mausklick erledigt ist. Häufig erscheint die kürzlich hinzugefügte IP-Adresse in dem Eigenschaftenfenster erst nach einem Neustart von Windows.

Mehrere IP-Adressen auf einem Interface sollte im Normalfall überhaupt kein Problem darstellen, auch nicht für das Monitoring. Was die Namensauflösung angeht, sind derlei Konfigurationen hoffentlich nicht die Regel, sondern hoffentlich nur eine seltene Ausnahme. Mehrfachzuweisungen von IP-Adressen mit Namensauflösung auf ein Interface erschweren im Problemfall die Fehlersuche immens.

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