Als größter Airport der Schweiz trägt der Flughafen Zürich eine besondere Verantwortung dafür, dass die Abwicklung reibungslos läuft und auch alle elektronischen Systeme stets einwandfrei arbeiten. Damit Ausfällen effektiv vorgebeugt werden kann, hat das IT-Team PRTG Network Monitor der Paessler AG eingeführt. Mehr als 4.500 Messpunkte (sogenannte Sensoren) in der Infrastruktur stellen sicher, dass Vorfälle umgehend erkannt und vom Personal gezielt gelöst werden können. Außerdem hat die Lösung die Videoserverüberwachung im Blick ­- was unter anderem zur Ermittlung eines Bugs in der Videosoftware führte. 

Über den Flughafen Zürich:

Der Flughafen Zürich ist das Tor der Schweiz zur Welt. Über 25 Millionen Menschen sind im Jahr 2014 hier abgeflogen, angekommen oder umgestiegen und machen so die wichtigste Verkehrsdrehscheibe auch zum bedeutendsten Begegnungszentrum der Region. Rund 280 Unternehmen beschäftigen über 25.000 Menschen am Wirtschaftsmotor Flughafen Zürich. Die Flughafen Zürich AG betreibt den Flughafen Zürich als gemischtwirtschaftliches börsenkotiertes Unternehmen und Konzessionärin des Bundes. Im Jahr 2014 erwirtschaftete die Gesellschaft mit gut 1.600 Mitarbeitenden einen Umsatz von 963.5 Millionen Franken und einen Gewinn von 205.9 Millionen Franken. 33.3 Prozent des Aktienpaketes gehören dem Kanton und 5 Prozent der Stadt Zürich.

Auslöser für die Installation von PRTG war die Notwendigkeit, einerseits schneller auf eventuelle Störungen reagieren zu können und andererseits erbrachte Leistungen, die immer detaillierteren SLAs unterliegen, entsprechend belegen zu können.

Bislang nutzt das IT-Team eine Reihe von Monitoring-Lösungen, wie z.B. CiscoWorks, Nagios und den HP Network Node Manager. Auch selbst programmierte Tools sind im Einsatz. Allerdings eigneten sich alle bestehenden Lösungen nicht für ein Ad-hoc-Monitoring durch Betriebs- und Engineering-Personal.

Schnelle Implementierung, einfache Handhabung

Für Paessler bzw. PRTG Network Monitor sprachen im Auswahlprozess vor allem die schnelle Implementierung und die einfache Handhabung der Software. Beides wird vor allem durch die sogenannten Sensoren ermöglicht, vordefinierte Messpunkte, die das schnelle und unkomplizierte Einbinden der zu überwachenden Geräte und Applikationen in das Monitoring ermöglichen. Aktuell setzt die Flughafen Zürich AG neben der zentralen Überwachung der Netzwerk Performance mittels der PRTG IP SLA Sensoren auch diverse WMI, SNMP und Ping-Sensoren ein - insgesamt über 4.500 Sensoren, Tendenz steigend. Die Monitoring Software läuft als physikalische Installation auf einem 19"-Server von HP (G8) mit Windows 2012. Dabei ist PRTG ins Trouble-Ticket-System des Flughafens eingebunden. So können Arbeitsabläufe im Fall von Störungen und Alarmen effizienter gestaltet werden.

Dank der in PRTG integrierten IP SLA-Sensoren ist die Flughafen Zürich AG jetzt in der Lage, die gesamte Netzwerk-Performance sehr genau und vor allem zeitnah zu überwachen.

Software-Bug aufgedeckt

Über das Monitoring der allgemeinen Netzwerk-Performance hinaus bietet PRTG der Flughafenbetreiberin aber noch weitere Vorteile: So ist Videoüberwachung ein elementarer Bestandteil des Flughafen-Sicherheitskonzepts. Mehrere Videoserver zeichnen Videodaten von über 100 IP Kameras am Flughafen auf. Dies ist Software-, Netzwerk- und Hardwaretechnische eine Herausforderung. Im Speziellen wird es schwierig bei diffusen Fehlerbildern herauszufinden welche Komponente im entscheidenden Moment die ankommenden Daten nicht verarbeitet hat oder verarbeiten konnte. Mittels PRTG konnte in diesem Fall durch die Messung verschiedener Parameter, wie Netzwerkauslastung, Schreibgeschwindigkeit, Zustand des entsprechenden Systemdienstes, RAM Auslastung sowie Prozessorauslastung nachgewiesen werden, dass es sich um ein Software Problem handelt, bei dem der Dienst im Windows nach wie vor im Status „Startet" ist, jedoch seine Aufgabe nicht mehr wahrnimmt. Die Überwachung wurde nach Behebung des Bugs erweitert und läuft nun produktiv mit dem System mit und ist integraler Bestandteil einer kompletten End-to-End Service Überwachung.

Die Mandantenfähigkeit von PRTG ermöglicht der Flughafen Zürich AG, neben dem öffentlichen Bereich, den alle PRTG-Nutzer einsehen können, auch einen geschlossenen Bereich einzurichten, auf den nur freigegebene Nutzer Zugriff haben. Damit ist es möglich, den Administratoren eine „Spielwiese" einzurichten, auf der sie neue Geräte und Applikationen umfassend testen können, bevor diese „live" gehen.

Als interner Dienstleister bietet das IT-Team auf Basis von PRTG „Monitoring as a Service" für Administratoren und Support-Teams an. Für erstere besteht dabei die Möglichkeit, in einem definierten Bereich eigene Gruppen, Geräte und Sensoren anzulegen: Das IT-Team betreibt PRTG, der Admin ist selbst für sein Monitoring verantwortlich. Support-Teams benötigen einen anderen Service. Hier nutzt das IT-Team die PRTG „Libraries". Damit bekommt das jeweilige Support-Team einen Überblick über die Geräte in seinem Zuständigkeitsbereich und kann so eigene Zeitpläne und Benachrichtigungen erstellen.

Außerdem werden Nagios sowie die diversen, selbstgeschriebenen Monitoring-Tools vollständig durch PRTG abgelöst. Dabei spielt auch der Support durch Paessler als Hersteller eine nicht unerhebliche Rolle: „Mehrere Kontakte zeigen eine gleichbleibende Servicequalität", so Reimann weiter. „Die Reaktionszeit, die Kompetenz und auch die angebotenen Lösungen waren in allen Fällen sehr gut. Für mich gibt es keine Verbesserungsmöglichkeiten. Die gute Betreuung gibt uns ein sicheres Gefühl hinsichtlich geplanter Erweiterungen."

Andreas Reimann

 

„Die Reaktionszeit, die Kompetenz und auch die angebotenen Lösungen [des Supports] waren in allen Fällen sehr gut. Für mich gibt es keine Verbesserungsmöglichkeiten."

 Andreas Reimann, Senior Networking Communication Architect

Resümee

Die einfache Bedienbarkeit von PRTG in Verbindung mit den zahlreichen Möglichkeiten hat zu einer hohen Akzeptanz der neuen Monitoring-Lösung beim IT-Team der Flughafen Zürich AG geführt - die Grundvoraussetzung, dass das neue Tool auch entsprechend genutzt wird. So konnte neben dem Lösen konkreter Probleme auch eine umfassende ad-hoc-Überwachung der gesamten Netzwerk-Performance etabliert werden. PRTG hat damit die tägliche Netzwerk-Arbeit am Flughafen Zürich effektiver gemacht und die Service-Qualität verbessert.

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