Netzwerk-Monitoring-Spezialist stellt Performance-Testergebnisse vor

Nürnberg, 08. August 2012 - WMI (Windows Management Instrumentation) ist ein häufig verwendeter Microsoft-Standard, der detaillierte Daten für die zentralisierte Überwachung von Windows-Rechnern liefert. Die Paessler AG, Entwickler der Netzwerküberwachungs-Software PRTG Network Monitor, führt regelmäßig Tests zur WMI-Performance durch, um ihre Kunden aktiv bei der Optimierung ihres Monitorings zu unterstützen. Das Ergebnis: Windows 8 und Windows Server 2012 kämpfen in den aktuellen Beta-Versionen noch mit Problemen.

WMI ist eine zentrale Windows-Verwaltungstechnologie, mit deren Hilfe Administratoren Windows-Rechner sowohl lokal als auch über Remote-Verbindungen überwachen können. Der Standard liefert u.a. detaillierte Angaben von Geräten und Anwendungen auf dem Microsoft-Betriebssystem. So können Administratoren die CPU- und Speicher-Auslastung oder auch die Inanspruchnahme der Festplatte überwachen. Aber auch Leistungsdaten von Microsoft-Anwendungen wie beispielsweise von Exchange- oder SharePoint-Servern können über WMI ausgelesen werden. Die speziellen WMI-Sensoren der Paessler-Software PRTG Network Monitor greifen diese Informationen ab und ermöglichen so die Überwachung aller Komponenten und Parameter. Der Administrator kann das Potenzial der Technologie allerdings nicht ausschöpfen, wenn die Funktion von WMI im Betriebssystem beeinträchtigt ist.

Paessler führt seit Jahren regelmäßig Tests aller gängigen Windows-Versionen durch, um seinen Kunden durch fundierte Zahlen Empfehlungen für das optimale Monitoring-Setup zu geben. Das Microsofts WMI-Protokoll ist aufgrund seiner Komplexität nicht unproblematisch. Durch langjährige Optimierungen konnten die Monitoring-Experten den Programmcode des PRTG Network Monitor immer weiter verfeinern, um den Kunden die besten Bedingungen für eine Netzwerküberwachung mittels WMI zur Verfügung zu stellen.

WMI-Monitoring unter Windows 7 sinnvoll

Da Microsoft noch in diesem Jahr Windows 8 sowie die Business-Variante Windows Server 2012 auf den Markt bringen will, haben sich die Paessler-Experten bereits jetzt die Monitoring-Performance mittels WMI auf den neuen Plattformen genauer angeschaut. Getestet wurden die aktuellen Beta-Versionen dieser beiden Betriebssysteme im Vergleich zu allen Vorgängerversionen bis zu Windows XP. Dafür wurden für jedes Betriebssystem jeweils ein Monitoring-Server und ein Client-System installiert, dann wurden alle Kombinationen getestet.

Windows Vista und Server 2008 R1 fielen bei früheren Tests schon dahin gehend negativ auf, dass Abfragen über die dort vorhandene WMI-Implementierung erschreckend langsam vonstattengingen. Nachdem Windows 7 mit einer guten Leistung aufwarten konnte, ist das Ergebnis jetzt, mit den Nachfolgeversionen, erneut ernüchternd: Die WMI-Leistung von Windows 8 und Windows Server 2012 ist deutlich schlechter als in anderen Vorgängerversionen: etwa 15 bis 25 % langsamer auf einer Monitoring-Station und rund 15 % auf einem Client-System. Bei der Überwachung eines größeren Netzwerks hat das zur Folge, dass man ggf. mehrere Probes einsetzen muss, damit die WMI-Last besser verteilt wird. Als Alternative bleibt nur ein weniger engmaschiges Monitoring.

Auf Basis der aktuellen Testergebnisse empfehlen die Paessler-Experten für ein erfolgreiches Netzwerk-Monitoring mit WMI Folgendes:

  1. Für PRTG-Core-Server-Installationen eignen sich weiterhin Windows 2003 und Windows Server 2008 R2 am besten für ein schnelles WMI-Monitoring.
  2. Für Rechner, auf denen Core-Server oder Remote Probes installiert werden, wird der Einsatz von Windows Vista oder Windows Server 2008 R1 nicht empfohlen.
  3. Für Client-Systeme sollte man wenn möglich Windows Server 2008 R2 und Windows 7 bevorzugen.
  4. Dagegen sind Windows XP, Server 2003 und Server 2012 bei der Überwachung von Clients weniger geeignet.

Es sollte erwähnt werden, dass für Windows 8 und Windows 2012 die aktuellen Vorabversionen getestet wurden. Es ist also möglich, dass sich bis zu den finalen Versionen noch Verbesserungen ergeben.

Da Microsofts WMI-Protokoll generell auf allen Windows-Versionen recht leistungshungrig ist, bietet Paessler standardmäßig die Möglichkeit bei großen Installationen mehrere „Remote Probes" einzusetzen, welche die Last des Monitoring-Systems auf mehrere Rechner verteilen. Zudem empfiehlt der Hersteller beim Einsatz von WMI-Sensoren etwas höhere Scanning-Intervalle von einigen Minuten (anstatt 60 Sekunden), um die Windows-Systeme im Netzwerk vorbeugend zu entlasten.

Weitere Informationen im Paessler-Blog.

WMI Tabelle mit den gesammelten Daten aus dem WMI-Test 2012: Die Werte entsprechen den Millisekunden, die benötigt werden, um einen WMI Request unter dem entsprechenden Betriebssystem durchzuführen
Ergebnisse des WMI-Tests 2012 im Balkendiagramm Ergebnisse des WMI-Tests 2012 im Balkendiagramm

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