Dezentrale Netzwerküberwachung mit einer Lizenz

Nürnberg, 27. April 2010 - IT-Verantwortliche stehen oft vor der Heraus­forderung, mehrere Netzwerke an verschiedenen Standorten überwachen zu müssen, um die Verfügbarkeit von Anwendungen, Geräten sowie ausreichende Band­breite sicherzustellen. Das Überwachen mehrerer, dezentraler Netzwerke unter Einsatz einer Netzwerk-Monitoring Software ist auf Grund unüber­sichtlicher Lizenzmodelle häufig mit erheblichen Zusatzausgaben verbunden. PRTG Network Monitor ist dagegen in der Lage, räumlich verteilte Netz­werke mit einer Installation im Auge zu behalten. Dazu beinhaltet jede PRTG-Lizenz eine Anzahl sogenannter Sonden (Remote Probes).

Dieses Feature eignet sich für Unternehmen mit mehreren Niederlassungen ebenso wie für IT-Dienstleister, die ohne Mehrkosten für Distributed-Editionen Kundennetzwerke remote überwachen und so deutlich höhere Service Levels garantieren. Sie können das komplette Unternehmensnetzwerk, aber auch mehrere Kundennetze, zentral monitoren, was sowohl Administrations­aufwand als auch Zeit spart.

Verteiltes Monitoring mit PRTG Network Monitor

Paessler hat in PRTG Network Monitor das Remote Probe-Feature direkt implementiert und ermöglicht so das Monitoring mehrerer Netzwerke mit nur einer Lizenz. Für diese aufwand- und kostenoptimierte Variante wurde eine spezielle Systemarchitektur entwickelt. Der PRTG-Server ist dabei für die Datenspeicherung, den Web Server, die Alarmierung, Berichterstellung etc. zuständig. Die einzelnen Sonden übernehmen das Sammeln der relevanten Daten und senden diese anschließend zur Auswertung an den PRTG-Server.

Bereits während der Installation erstellt PRTG automatisch die erste sogenannte „lokale Sonde". Diese wird auf demselben Rechner wie der PRTG-Server betrieben und überwacht alle Sensoren des Systems. Auf diese Weise ist das Monitoring eines gesamten LANs möglich. Die Sonden können entweder im gleichen Netzwerk wie der Core Server installiert werden oder in räumlich getrennten Netzwerken. Voraussetzung ist, dass sie über das Internet mit dem PRTG-Server kommunizieren. Dadurch werden aufwändig zu pflegende Mehrfachinstallationen ebenso überflüssig wie der Kauf einer Vielzahl von Einzellizenzen oder kostspieliger „Distributed"-Editionen.

Einsatz multipler oder externer Sonden

Der Einsatz von multiplen bzw. externen Remote Probes wird erforderlich, sobald die Netze von mehr als einem Standort aus zu überwachen sind und die Verfüg­barkeit von Diensten sichergestellt sein muss. Ein weiteres denkbares Szenario: Das Netzwerk ist durch Firewalls in mehrere LANs unterteilt, und die lokale Sonde ist nicht in der Lage, spezielle Dienste über diese Barriere hinweg zu monitoren. Darüber hinaus eignet sich ein solches Konzept für Systeme in VPNs, die über öffentliche oder nicht-sichere Datenverbindungen überwacht werden müssen.

Sichere Sonden-Server-Kommunikation

Sobald eine Sonde gestartet wird, verbindet sie sich automatisch mit dem PRTG Server, lädt die für sie bestimmte Sensorkonfiguration herunter und beginnt mit der Überwachung. Dabei arbeitet sie autonom und sendet die Ergebnisse eines jeden Vorgangs zurück an die zentrale Installation. Eine Unterbrechung der Verbindung (z.B. ein Re-Boot des Computers) stellt kein Problem dar. Die Sonde führt weiterhin ihre Aufgaben durch, speichert die Ergebnisse und überträgt sie bei Wiederherstellung der Kommunikation. Dies erfolgt bei maximaler Sicherheit unter Verwendung von SSL (Secure Sockets Layer). Da die Sonde lediglich Zahlenwerte übermittelt, sind die dabei entstehenden Datenmengen zu vernachlässigen.

Einsatzgebiete neben der Überwachung verteilter Netze

CPU-intensive Sensoren, wie z.B. Packet Sniffer oder NetFlow-Sensoren, können zu Leistungseinschränkungen bei dem verwendeten Rechner führen. Mit Hilfe von mehreren Sonden wird die Belastung auf mehr als einen PC verteilt. Über verschiedene Sonden lassen sich zudem QoS-Messungen definieren und so die Qualität von VoIP und anderen Streaming Media-Daten monitoren.

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